
Bin ich nun der Hahn im Korb, oder nicht?
Nachdem Streit um die Rettung der Restarbeitsplätze bei Arcandor, ist endlich Fahrt in eine längst fällige Grundsatzdiskussion gekommen. Wer will was in der Koalition? Guttenberg wie neoliberalistische Instrumente zur Krisenbewältigung, also erst ein Insolvenzverfahren, dann die Rolle des Patriarchs, der denn Mitarbeitern ein paar Penauts schnekt bevor sie dann weiter verkauft werden an den nächsten Investors. Steinmeier will klassische Krisenbewältigungspolitik, wie sie Obama mit Erfolg in den USA betreibt.
Der Baron nervt.
Auslöser ist ein Interview von Steinmeier in der Bild-Zeitung, nicht viel, aber immer hin Zeit genug für Steinmeier, zu punkten, was har er nach der EU-WAhl noch zu verlieren. Merkel alles, sie muss ständig zwischen Positionen hin und her springen, kann inhaltlich nicht folgen und braucht viele Parteisoldaten zur Unterstützung wie Bosbach zum Beispiel. Die EU-Wahl hat die CDU mit 6 % Minus klar verloren, die Angst geht um.
Und Baron Guttenberg aus den Alpen? Er bringt nun wieder Opel ins Spiel, obwohl doch Koch aus Hessen und Möchtegernwirtschaftsminister verkündet hat, “die angestrebte Opel-Übernahme durch das Konsortium um den Autozulieferer Magna auf einem guten Weg.” Heut Hü morgen Ho, oder was will nun die CDU? Offenbar will Guttenberg nun klar machen, in der CDU macht jeder seins, und bei ihm ist das die Philosophie der Mittelstandsvereinigung. In der CDU tobt ein Richtungstreit, der Merkel überfordert und der SPD viele Möglichkeiten eröffnet für den Wahlkampf, doch wo ist der “Leader”?

Dann lasst uns nochmals Popeln.
Heute lässt Guttenberg melden, es gebe noch mehr “mehr Investoren als bisher bekannt.” Was heißt das, will Guttenberg nun doch nochmal den Fall Opel aufrollen? Für uns Bürger kann das nur gut sein, denn so erfahren wir nun endlich, wer regiert in Berlin überhaupt?
Und unser beliebter Mister 25 % Rendite, Joe Ackermann lässt in Peking die Enten und die Bad-Bänker tanzen. “ Bei der Stabilisierung der nationalen Finanzsysteme zeige sich ein Trend zu einem Protektionismus, der für alle schädlich sei,” sagte Josef Ackermann, diesmal in der Funktion des Präsidenten des Institute of International Finance (IIF). Sicherlich ein gutbezahlter Nebenjob, Joe ist ja clever. Und die Kritik richtet sich wohl besonders gegen Deutschland, denn da wird für jede Landesbank und die Hypo Real Estate ein Sonderweg geschneidert, von der die Öffentlichkeit kaum mehr was erfährt.
Und für Deutschland gehen die Hiobsbotschaften weiter, so melden die IfW-Forscher aus Kiel, “gleichwohl ist die Rezession keineswegs überwunden” in ihrer jüngsten Konjunkturprognose.
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE55A04D20090611
Für den angeschlagenen Autobauer Opel interessieren sich nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mehr Investoren als bisher bekannt
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