
Ohne Worte
Bekanntlich haben die Länder die Hoheit über das Bildungswesen. Und das scheint unseren Schulen nicht zu bekommen. Als Exportweltmeister sind wir im Bildungsbreich in Europa auf Platz 28 oder noch weniger. Dabei liegt das Grundübel in fehlenden Investition, also am Geld, und das sollte doch ein Exportweltmeister haben. “Nur die Türkei, die Slowakei, Spanien und Irland gaben von den 2006 untersuchten 28 OECD-Staaten noch weniger Geld für Bildung aus”.*
Und dabei müssten man jetzt nun statt einer Abwrack- eine Bildungsprämie beschließen, doch da fängt der Ärger schon an, obwohl die Experten folgendes sagen. “Wenn Deutschland gestärkt aus dieser Wirtschaftskrise hervorgehen will, dann ist jetzt der Zeitpunkt, in Bildung und höhere Qualifikation zu investieren, sagte die OECD-Direktorin für Bildung, Barbara Ischinger, bei der Vorstellung der Studie Bildung auf einen Blick 2009″ am Dienstag in Berlin”.*

Schauen sie mich an, zu viel Bildung braucht doch keiner.
Doch da kennen die Experten nicht die Dickhäutigkeit der Bildungsministerin Schavan, die verteidigt alles mit Händen und Klauen. Dabei geht es um die Zukunft unserer Gesellschaft und die sollte gerade im Land von Goethe und Schiller in der Bildung auch mal Platz Eins einnehmen, oder?
“Trotz der schlechten OECD-Noten für das deutsche Bildungssystem hat Bundesministerin Annette Schavan ihre Politik verteidigt. Sie sei sehr erfolgreich gewesen, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Es ist Dynamik drin. Die Zahlen aus anderen Industrieländern in der gerade veröffentlichten OECD-Studie seien wegen deutscher Besonderheiten teils nicht mit denen der Bundesrepublik vergleichbar”.**
Ich sehe bei geschlossen Augen ein Schwan, der den Kopf ins Wasser steckt und sich wundert, warum der Himmel heute so trübe ist.
*http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE5870CF20090908
**http://www.webnews.de/http://www.abendzeitung.de/politik/130987
Schlagwörter: Bildungspolitik, Qualifikation, Schavan